Medaillentag in Szeged

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Am ersten Finaltag beim Weltcup in Szeged setzte das deutsche Kanurennsport-Team bereits beeindruckende Maßstäbe 

Nachdem der K2 der Damen am Donnerstag Abend zwei weitere Quotenplätze für Deutschland erkämpfte, konnten Sabrina Hering-Pradler und Tina Dietze die starke Leistung der Kajak-Damen bestätigen. Im K2 über 500m fuhren die beiden Damen in einem eindrucksvollen Rennen zur Goldmedaille: „Das Rennen ging sehr schnell vorbei und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir konnten wirklich so durchfahren, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind schön bei uns geblieben, haben uns nicht unter Druck setzen lassen und ich denke, darauf können wir aufbauen“, sagte Sabrina Hering-Pradler auch dem Rennen. „Sabrina ist gerade die beste bei uns Damen und ich bin echt froh, dass ich mit ihr fahren kann. Klar, ich bin 9 Jahre mit Franzi zusammengefahren aber ich denke, wenn Sabrina und ich noch 2-3 Rennen absolvieren, ist auch noch Luft nach oben offen“ resümiert Tina Dietze im Interview.

Eigentlich wollte Jacob Schopf im K1 über 1000m nur reinschnuppern, da der Fokus weiterhin im K2 mit Max Hoff liegt. Umso beeindruckender war die Darbietung des 21-Jährigen, als er Gold gewann und somit gleich alle drei WM-Medaillengewinner von 2019 schlug: „Ich kann meine Gefühle gerade gar nicht in Worte fassen. Ich habe auch nicht damit gerechnet, aber ich hatte Bock darauf zu zeigen, was in mir steckt und wo ich mit meiner Leistung international stehe. Ich denke jetzt habe ich einen guten Grundstein dafür gesetzt, dass ich in Tokio mit dabei sein darf.“

Den engsten Zeitplan an diesem Wochenende hat sicherlich Conrad Scheibner, der sowohl im C1 als auch im C2 über 1000m an den Start geht. Umso erfreulicher ist sein Sieg im C1 über 1000m, wodurch Conrad nun beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Olympiateilnahme hat. „Ich muss gestehen, ich war anfangs schon sehr aufgeregt, weil ich die Leistung der anderen noch nicht so richtig einschätzen konnte. Aber ich bin hier das beste Rennen gefahren, was ich konnte und war auch ganz froh auf Bahn 1 zu fahren, um die großen Namen etwas auszublenden. Das Rennen bin ich dann so hart angegangen, wie ich konnte und das war dann ein richtig geiles Gefühl am Ende als erster über die Ziellinie zu kommen.“

Lisa Jahn kann zu den ersten Damen gehören, die bei den Olympischen Spielen im Canadier an den Start gehen kann. In Szeged hat sie erneut bewiesen, dass sie bestens dafür qualifiziert ist. Im C1 200m Finale belegte sie nur knapp hinter der Weltmeisterin Nevin Harris den 5. Platz.