K1-Herren holen EM-Silber – Canadier-Boote verpassen Podest knapp

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Nach einem fast fehlerfreien Lauf haben die deutschen Kajakfahrer bei den Europameisterschaften im italienischen Ivrea am Freitag Silber im Team-Wettkampf geholt. Dabei war die Mannschaft in dieser Konstellation mit Hannes Aigner, Tim Maxeiner und Stefan Hengst noch nie an den Start gegangen. Noch nicht einmal zu dem geplanten Trainingslauf ist es gekommen, da sich Maxeiner kurz vorher eine kleine Kopfverletzung zugezogen hatte. Gold sicherte sich Tschechien mit 1,62 Sekunden Vorsprung. Auf den dritten Platz paddelte Großbritannien. Alle fünf Erstplatzierten erlaubten sich lediglich eine Torstabberührung.

„Ich freue mich sehr, dass ich zwölf Jahre nach meiner letzten Team-Medaille – Silber in Nottingham 2009 – wieder auf dem EM-Podium stehe“, sagte der Wiesbadener Maxeiner. „Die Kajak-Herren-Mannschaft ist immer auch ein Gradmesser für den Leistungsstand einer Nation im Kajak-Bereich. Von daher freue ich mich, dass wir unsere Disziplingruppe gut vertreten konnten.“ Und tatsächlich, nur zwei Strafsekunden bei einem Teamwettbewerb mit 25 Toren ist eine Leistung und zeigt aber auch, auf welchem Niveau die internationale Konkurrenz ist. „Mit Silber im Team und dem Ergebnis von gestern bin ich mehr als happy und denke, dass es ein Superstart in die Europameisterschaft und die kommende Saison ist“, resümierte Hengst. Der Hammer hatte sich am Donnerstag sich für das EM-Halbfinale im Einzel qualifiziert. Auch der Olympia-Starter Aigner zeigte sich zufrieden: „Dafür dass wir unsere Positionen im Training nicht testen konnten, ist es ganz gut gelaufen“, sagte der Augsburger.

Das Podium mit Platz vier knapp verpasst haben die Canadier-Damen und -Herren. „Ich ärgere mich natürlich sehr über meinen Fehler, weil das der Mannschaft die Medaille gekostet hat. Aber trotzdem hat es einen Riesenspaß gemacht und ich hoffe, wir bekommen zur WM nochmal die Chance, es besser zu machen“, resümierte Lena Stöcklin. Die Leipzigerin war mit ihrer Vereinskollegin, der Olympia-Starterin Andrea Herzog, und Elena Apel aus Augsburg an den Start gegangen. Gold, Silber und Bronze gingen an die Slowakei, Großbritannien und Frankreich. Die deutschen Herren mit dem Augsburger Sideris Tasiadis, Franz Anton aus Leipzig und dem Zeitzer Timo Trummer mussten sich der Slowakei, Italien und Slowenien geschlagen geben. 

Das deutsche K1-Team mit der Bad Kreuznacher Olympia-Starterin Ricarda Funk, Elena Apel und Cindy Pöschel belegte Platz sechs. „Uns ist es nicht gelungen, auf der Linie zu bleiben, wodurch wir wertvolle Zeit auf der gesamten Strecke verloren haben, weshalb wir am Ende auf einem Platz im Mittelfeld landeten“, erklärte die Leipzigerin Pöschel, die am Tag zuvor das Qualifikationsrennen im Einzel gewonnen hatte.

Text: Uta Büttner