EM-Plätze vergeben

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Der Deutsche Kanu-Verband hat für die kommenden Europameisterschaften drei Sichtungsrennen im Kanupark Markkleeberg durchgeführt. Während die Olympiakandiaten für die EM gesetzt sind, ging es um die noch offenen dritten Startplätze.

Hochdramatisch waren die Läufe der Kajak-Herren. Am Ende setzte sich Stefan Hengst durch. Der 27-Jährige verpasste zwar den Finaleinzug, doch gelang es seinen Konkurrenten nicht sich ausreichend vorne zu platzieren. Am Ende konnte Hammer jubeln. Enttäuschung gab es bei dem jungen Bad Kreuznacher Joshua Dietz, zunächst auf Platz zwei eingefahren, verwies ihn am Ende eine 50-Sekunden-Strafe wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores auf den letzten Finalrang.

Nach dem verpassten Finaleinzug und der anschließenden Zitterpartie sagte Stefan Hengst: „Im Halbfinale war ich an einem Tor vorbeigefahren, musste dann wieder hoch und habe es auch noch berührt. Das Finale war dann ein Riesenkrimi für mich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Bei den Europameisterschaften wird der 27-Jährige doppelt an den Start gehen, den neben Kanuslalom wird erstmals die Slalom-Extrem-EM ausgetragen, zu der Hengst als Weltmeister bereits vom Deutschen Kanu-Verband nominiert war.

Im Rennen der Einercanadier zeigten Kanu-Schwabe Sideris Tasiadis aus Augsburg und Franz Anton aus Leipzig einmal mehr ihre Klasse mit den Plätzen eins und zwei. Zu den Europameisterschaften in zwei Wochen in Ivrea müssen sie im Gegensatz zu den schon feststehenden Olympia-Startern bereits Höchstleistung zeigen, weil der Olympia-Quotenplatz für Deutschland noch aussteht.

Im Kajak der Frauen konnte Olympiastarterin Ricarda Funk mit drei Siegen in Folge ihren Startplatz erneut bestätigen. Insgesamt zeigte sich die Kajakspezialistin jedoch nicht zufrieden. Im ersten Rennen „parkte“ sie kurz in einer Rücklaufströmung ein, im Finalrennen hatte sie ebenfalls einen kleinen Schnitzer. „Solche Fehler kann ich auf der EM nicht bringen“, resümierte die Rheinländerin selbstkritisch. „Ich bin auf einem guten Weg, aber es gibt noch etwas Arbeit. Insgesamt freue ich mich aber auf die EM, der erste internationale Wettkampf seit einem Jahr“. Den noch offenen Startplatz im EM-Frauentrio wird die Leipzigerin Cindy Pöschel belegen. Zweites Boot wird Elena Apel aus Augsburg sein.

Im Rennen der Canadier-Damen sicherte sich die Leipzigerin Lena Stöcklin ihr EM-Ticket als drittes Boot Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig und die Augsburgerin Elena Apel bestätigten Erwartungsgemäß ihre Startplätze.

https://www.canoe-europe.org/calendar/2021-eca-canoe-slalom-european-championships-143